Wilde Lieder - Marx.Music - Internationaler Kompositionswettbewerb

Karl Marx 200

Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Fortschrittlich–liberal orientiert gab er nach seiner Promotion die Rheinische Zeitung in Köln heraus, die von der preußischen Zensur bald verboten wurde, worauf er sich gezwungen sah, mit seiner Frau Jenny das Land zu verlassen, um den Rest seines Lebens als politischer Flüchtling ohne Pass und Nationalität in London zu verbringen.

Marx verband philosophische mit ökonomischen Studien und erkannte, wie die wirtschaftlichen Verhältnisse unsere gesellschaftlichen und geistigen bestimmen. Er analysierte, wie Ungleichheit der Besitzverhältnisse zwangsläufig nur entfremdete Arbeit zulässt; die Zyklenhaftigkeit der Wirtschaftskrisen und die Globalisierung des Warenverkehrs, die wir heute erleben, sagte er detailliert voraus. Sein mit Friedrich Engels verfasstes Kommunistisches Manifest rief die „Proletarier aller Länder“ auf, sich für eine Veränderung zusammenzuschließen. Sie über ihre Situation aufzuklären müsse dazu führen, selbstbestimmt über die Produktionsmittel zu verfügen und wahrhaft freie Arbeit und freies Leben zu ermöglichen. Karl Marx starb 1883, lange bevor irgendwo auf der Welt Arbeiterparteien politischen Einfluss erlangten oder Staaten vermeintlich auf Grundlage seiner Ideen gegründet wurden.

Als Student veröffentlichte Marx unter dem Titel Wilde Lieder Gedichte; niemals danach jedoch hat er sich poetisch geäußert und kaum je ästhetische Fragen reflektiert. Generationen von Künstlern haben sich seither daran versucht, zu gesellschaftlichem Fortschritt beizutragen. Wie könnte der Musik das gelingen? Oder wie könnte es ihr gelingen, seine Erkenntnisse zu beschreiben? Zu seinem 200. Geburtstag rufen wir dazu auf:

Internationaler Kompositionswettbewerb

Werke, die ein Zitat vertonen oder auf sein Leben, seine Gedanken und ihre Zukunftsperspektiven eingehen*, werden in drei Kategorien zur Aufführung ausgewählt und prämiert:

  1.  Ensemble von bis zu sechs Instrumenten (fl, kl/bkl, pi, perc, vl, vcl) mit oder ohne Sopran oder von bis zu vierzehn Instrumenten (fl, ob, kl, fg, hrn, trp, pos, pi, perc, 11111) mit oder ohne Bariton, Dauer maximal 12 Minuten

  2. Duo Sopran oder Bariton und ein Instrument (fl, kl/bkl, trp, perc, vl, vcl), Dauer maximal 8 Minuten

  3. Radiophone Klangkunst zur Ausstrahlung im Hessischen Rundfunk (hr2–kultur) sowie bei Ausstellungen und öffentlichen Veranstaltungen, Dauer maximal 10 Minuten

Uraufführungen am 1. und 2. September 2018 in Trier, Folgeaufführungen Birmingham

*vgl. bcmg.org.uk/wilde–lieder

 Preisgelder

EnsembleDuoKlangkunst
1. Preis€ 4.000€ 3.000€ 1.000
2. Preis€ 3.000€ 2.000€ 750
3. Preis€ 2.000€ 1.000€ 500

 

Teilnahmebedingungen

Die Jury kann die zur Verfügung stehenden Preisgelder je nach Lage der Einsendungen unterschiedlich aufteilen; ihre Entscheidung ist bindend, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Anwesenheit der Preisträger bei den Uraufführung ist verpflichtend, ebenso die rechtzeitige Bereitstellung der Aufführungsmaterialien sieben Tage nach Bekanntgabe der Preisträger, voraussichtlich bis zum 20. Juli 18. Mit der Annahme des Preisgeldes erklärt sich der/die KünstlerIn einverstanden, dass sein/ihr radiophones Klangkunstwerk in hr2–kultur (Hessischer Rundfunk) räumlich wie zeitlich uneingeschränkt gesendet werden kann; der Verein und seine Partner erhalten das ebensolche Recht der Wiedergabe im Rahmen ihrer öffentlichen Veranstaltungen (ohne weitere Honoraransprüche, GEMA–Meldung selbstverständlich).

Wie Sie teilnehmen

Die Werke müssen anonymisiert (nur mit einer numerischen Kennzeichnung versehen, die mit derselben auf einem Briefumschlag korrespondiert, der die Identität des Komponisten in Name, Anschrift, Telefon und Mail-Adresse sowie Biographie und Foto enthält) in DREIFACHER Ausfertigung postalisch UND digital eingegangen sein bis zum 29. Juni 2018, 09.00 Uhr Britische Sommerzeit.

Einsendeadresse

Birmingham Contemporary Music Group
CBSO Centre
Berkley Street
Birmingham
B1 2LF
United Kingdom

Kennzeichnen Sie Ihren Umschlag bitte mit: Marx Call for Scores Einsendeadresse digital: scores@bcmg.org.uk

Weitere Hinweise bcmg.org.uk/wilde–lieder

Jury

Prof. Julian Anderson Professor für Komposition und “Composer in Residence”, Guildhall School of Music & Drama in London
Prof. Carola Bauckholt Professorin für Komposition mit Schwerpunkt Zeitgenössisches Musiktheater, Anton Bruckner Privatuniversität in Linz
Prof. Stefan Fricke Redakteur für Neue Musik/ Klangkunst beim Hessischen Rundfunk (hr2–kultur) in Frankfurt am Main
Prof. Franz Martin Olbrisch Professor für Komposition, Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden
Celeste Oram Neuseeland/ University of California San Diego
Stephan Meier Künstlerischer Leiter, Birmingham Contemporary Music Group

Schirmherr der Jubiläumsausstellung in Trier

Bundespräsident Dr. Frank–Walter Steinmeier

Partner

Karl Marx Ausstellungsgesellschaft mbH, Trier
Stadt Trier
Kammermusikalische Vereinigung Trier
Birmingham Contemporary Music Group
Hessischer Rundfunk (hr2–kultur, Redaktion Neue Musik/Klangkunst), Frankfurt am Main

Veranstalter

Verein zur Förderung des Jubiläumsprogramms des Karl Marx Jahres in Trier
c/o Rudolf Hahn
Breitfeldstr. 45
D-66346 Püttlingen

Gefördert von

Kulturstiftung des Bundes, Halle / Berlin
Stiftung Rheinland–Pfalz für Kultur

Ausstellungsorte

Generaldirektion Kulturelles Erbe
Rheinland-Pfalz
Rheinisches Landesmuseum

Weimarer Allee 1, 54290 Trier
Tel. 0651/9774-0
landesmuseum-trier@gdke.rlp.de
www.landesmuseum-trier.de


Stadtmuseum Simeonstift
Trier

Simeonstraße 60, 54290 Trier
Tel. 0651/718-1459
stadtmuseum@trier.de
www.museum-trier.de

Ausstellungsorte

Rheinisches Landesmuseum Trier
Weimarer Allee 1 | 54290 Trier
Tel. 0651/9774-0
www.landesmuseum-trier.de

Stadtmuseum Simeonstift Trier
Simeonstraße 60 | 54290 Trier
Tel. 0651/718-1459
www.museum-trier.de